Rechtsnews 14.09.2012 Julia Brunnengräber

Patientin klagt wegen Übelkeit nach der OP

Einer Frau erlebte nach einer Operation eine böse Überraschung. Tagelang litt sie danach an schwerer Übelkeit und wollte daher Schmerzensgeld vom behandelnden Arzt einklagen. Zu Recht? Das OLG Koblenz fällte ein Urteil.

Narkosemittel verursachten heftige Übelkeit

Die Frau wies im Krankenhaus vor dem Eingriff daraufhin, dass sie die üblichen Narkosemittel nicht vertrage. Als ihr nach der Operation drei Tage lang heftig übel war, beschwerte sie sich beim Krankenhaus und dem behandelnden Arzt und ging damit vor Gericht.

OLG stellt Vermeidbarkeit fest – Schmerzensgeldzahlung von 1000 Euro

Das OLG stellte fest, dass der Klägerin ein weiteres Medikament hätte verabreicht werden müssen, das die Übelkeit gemildert oder sogar beseitigt hätte. Bereits seit 2004 ist dieser Wirkstoff bekannt und kann seitdem als Medikament eingesetzt werden. Darüber war auch in einer anerkannten Fachzeitschrift berichtet worden. Da dies schon lange zurück liegt, hätte der Arzt das wissen müssen, urteilte das OLG. Sein Versäumnis sei daher als Behandlungsfehler zu werten. Das OLG verurteilte das Krankenhaus zu einer Schmerzensgeldzahlung von 1000 Euro und hielt grundsätzlich fest: Ärzte sind verpflichtet, sich auf ihrem jeweiligen Fachgebiet weiterzubilden und wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse zeitnah in der Praxis umzusetzen. Erfolgt dies nicht, kann das zu Schmerzensgeldansprüchen von Seiten der Patienten führen, wenn auf diese Weise grobe Behandlungsfehler entstehen. 

Unsicher bei einer Rechtsfrage? Holen Sie sich jetzt eine schnelle Einschätzung – ab 29,99 €.

★★★★★ Seit 2004 Millionen beratene und zufriedene Kunden
Was passt zu Ihnen?
Wenn Sie lieber direkt sprechen möchten.
Telefonisch
Für alle, die direkt mit einem Anwalt sprechen möchten
Anruf innerhalb ca. 4 Stunden
ab 34,99 *
  • 15 / 30 / 45 Min wählbar
  • Persönlich & lösungsorientiert
  • Wenn Reden wichtig ist
Anwalt telefonisch anfragen
Ideal, wenn Sie sofort persönlich sprechen möchten.
Wenn Sie schnell und günstig eine erste Orientierung brauchen.
✦ Empfohlen
LexBot
KI-Ersteinschätzung zur Rechtsfrage
⚡ Antwort in ca. 2 Minuten ⚡
ab 29,99 *
Ideal für erste, rechtliche Orientierung
  • PDF-Antwort in 5 klaren Kapiteln
  • Rechtliche Einordnung & nächste Schritte
  • Optional: Doku-Check & Anwaltstelefon
KI-Ersteinschätzung starten →
Keine Wartezeit  ·  Keine versteckten Kosten  ·  Sofort online starten
★★★★★ 4,8 / 5 Sterne
LexBot Prüfprotokoll gem. EU AI Act Geprüft gem.
EU AI-Act
Der schnellste Weg zu einer ersten Einschätzung.
Wenn Sie eine schriftliche Antwort wünschen.
Schriftlich
Für komplexere Fälle mit anwaltlicher Ausarbeitung
Antwort in ca. 1 Werktag
99,99 *
  • Schriftliche anwaltliche Ausarbeitung
  • Upload eines Dokuments möglich
  • Eine Rückfrage inklusive
Schriftliche Antwort erhalten
Für Fälle, bei denen Sie eine ausführliche Antwort benötigen.
*alle Preise inkl. MwSt.  ·  LexBot® ist als Marke geschützt und beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) registriert.
  • Quelle: Pressemitteilung des Oberlandesgerichts Koblenz vom 4. Juli 2012, Az.: 5 U 1450/11

Sollte Ihnen dieser Beitrag geholfen haben, so können Sie uns etwas zurückgeben in dem Sie uns bei Google bewerten.

Kostengünstige Rechtsberatung durch Fachanwälte

  • Verbindliche Auskunft vom Rechtsanwalt
  • Festpreis - garantiert
  • innerhalb von 24 Stunden

Beratung durch Anwalt am Telefon

Antwort auf konkrete Fragestellung.
Spezialisierter Anwalt ruft Sie zügig an.

Zur Auswahl der Anwaltshotline 15 min. zum Festpreis ab 29€